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Ahoi Ihr Landratten, hier ein paar Fachbegriffe von uns,
damit ihr auch wißt was wir meinen und welchen Hintergrund manche Begriffe haben:



Ahoi

Ahoi ist ein Gruß, der besonders oft und gerne von Seemännern benutzt wurde und wird, weshalb man ihn auch Seemanngruß nennt. Zur Zeit der Piraten war „Ahoi“ jedoch noch keine gängige Grußformel. Damals riefen die Piraten „Schiff ahoi“, wenn sich ein anderes Schiff näherte, so dass besonders der Pirat auf dem Ausguck oft diesen Ausruf benutzte. Es handelte sich dabei jedoch nicht um einen Gruß, sondern um eine Ausruf zur Erweckung der Aufmerksamkeit. Der Ausdruck stammt aus dem Mittelenglischen und ist als „Ahoy“ viele Jahre lang international benutzt worden.



Augenklappe

Die Augenklappe war zu Piratenzeiten ein Schutz für das im Kampf verwundete Auge. Manche Piraten trugen sie aber auch, um einfach nur ein wenig furchteinflößender auszusehen.




Freibeuter

Freibeuter waren staatlich geduldete oder beauftragte Piraten, die vom 16. bis zum 19. Jahrhundert auf Kaperfahrt gingen. Dabei hatten sie das Recht, durch einen Kaperbrief, die Schiffe anderer Nationen zu kapern, jedoch nicht die der eigenen Nation.




Galionsfigur

Galionsfiguren wurden an Schiffen angebracht um diese zu beschützen. Die Seeleute dachten früher, dass ein Schiff Augen haben müsste um den richtigen Kurs zu halten. Deswegen schnitzten sie Figuren aus Holz und befestigten sie unterhalb des Bugspriets am Schiff.




Kapitän

Der Kapitän war und ist der höchstgestellte Mann an Bord eines Schiffes. Auf einem Piratenschiff hatte er die höchste Stellung und entschied über alles, was das Leben auf hoher See betraf.




Logbuch

Das Logbuch ist ein gesetzlich vorgeschriebenes Tagebuch für Schiffe. In diesem Buch wird genau eingetragen, welchen Kurs das Schiff gefahren ist, welche Tagesstrecke zurückgelegt wurde, wie die Wetterverhältnisse auf See waren und welche besonderen Vorkommnisse es an Bord gab. Zu den besonderen Vorkommnissen auf Piratenschiffen zählte unter anderem auch der Tod oder die Bestrafung eines Crewmitgliedes.




Nahrung

Hauptnahrungsmittel war der Schiffszwieback. Der wurde auf langen Fahrten auch oft alt und Würmer machten sich darüber her. Fleisch konnte nur gesalzen oder getrocknet mit an Bord genommen werden. Für Eier kamen Hühner mit auf Reisen, die wurden dann bei Bedarf auch verspeist. Unterwegs wurden Fische und Seeschildkröten gefangen und gegessen.

Ein Problem war das Trinkwasser, das schnell schlecht wurde. Bei langen Fahrten musste es auch eingeteilt und rationiert werden. Auch deshalb wurde viel Alkohol an Bord getrunken, denn der brannte den Magen aus und ließ gar keinen Hunger aufkommen.

Große Probleme bekamen die Piraten auch, weil es ihnen an frischem Gemüse und Obst und damit an Vitaminen fehlte. Isst man vier bis sechs Wochen kein Vitamin C wie es in Orangen enthalten ist, dann können die Zähne ausfallen, Wunden heilen schlechter, man wird blass und bekommt Herzprobleme. Diese Krankheit bei Vitamin C Mangel nennt man Skorbut. Gemüse und Obst wurde aber bei der Hitze und der Feuchtigkeit an Bord leicht faul. Und so hatten die Seefahrer und auch die Piraten oft mit Skorbut zu kämpfen.

Erst 1753 entdeckte James Lind, dass man sich durch Zitrusfrüchte vor der Krankheit schützen konnte. Der Entdecker James Cook hörte als erster auf Lind und ließ seine Mannschaft jeden Tag Zitronen essen - das half.

Am Land dafür ging es wild zur Sache und es wurde getrunken und gegessen, bis zum umfallen.




Meuterei

Meuterei bedeutete, dass sich die Crew oder ein angesehener Pirat des Schiffes gegen den Kapitän auflehnte. Oft übernahmen sie dann selbst die Position des Kapitäns.



Pirat

Seit es die Seefahrerei gibt, gibt es auch schon die Seeräuber. Denn sobald die Menschen begannen das Meer und die großen Flüsse als Handelswege zu nutzen, gab es andere, die sich die Ware als Beute schnappen wollten.

Das Wort "Piraterie" leitet sich von dem griechischen Wort "peiran" ab. Es bedeutet so viel wie "wagen, unternehmen, versuchen". Später wurde die zunächst nur für die griechischen Seeräuber gebräuchliche Bezeichnung "peirates" in die Sprache aller seefahrenden Völker übernommen.




Tortuga

Die Ile de la Tortue (Schildkröteninsel) ist eine Insel vor der Nordküste von Hispaniola. Sie gehört zu Haiti und ist auch bekannt unter ihrem spanischen Namen Tortuga. Im 17. Jahrhundert diente die Insel als Piratenstützpunkt.




Totenkopf

Piratenflaggen sollten dem Feind einen tötlichen Schreck einjagen. Deshalb zeigten sie oft Motive, die an den Tod erinnerten: Totenschädel, gekreuzte Knochen, Teufel und blutende Herzen oder Schwerter.

Die ersten Flaggen waren blutrot. Die französische Übersetzung für blutrot ist "joli rouge" und wahrscheinlich wurde daraus der englische Begriff für Piratenflagge "Jolly Roger".

Piraten hissten ihre Flaggen erst, wenn sie klar zum Entern waren und nah genug am gegnerischen Schiff. Dann zeigte die Totenkopfflagge den anderen Seeleuten, dass es nun keine Gnade mehr gab. Ab Ende des 17. Jahrhunderts entwarfen die Kapitäne die Motive ihrer Flaggen selbst. So wurde die Flagge auch zum Symbol des Schiffes und der Piratenmannschaft.



Zitrusfrüchte

Alle Zitrusfrüchte waren lebenswichtig für Piraten, die oft an Vitaminmangel (Skorbut) litten. Zitrusfrüchte halfen gegen die Skorbut-Krankheit und dem Vitaminmangel konnte so vorgebeugt werden.

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